Die 5 coolsten Tipps wie du dein Blatt bei Homegames nicht verrätst

Das legendäre Pokerface – man kennt es aus Dutzenden von Filmen. Keine Regung – dem Gegner nur nichts verraten. Am Ende siegen nicht die besten Karten sondern der beste Schauspieler. Denn Bluffen, Tarnen und Täuschen gehören zum Pokern. Die folgenden Tipps verraten Ihnen, wie Sie bei Homegames den Mitspielern keine Informationen über das eigene Blatt liefern.

Auf die Körpersprache achten

Beim Online Poker ist die Sache einfach. Man ist für seine Gegner unsichtbar. Niemand hört und sieht, wenn Sie vor Freude über ein gutes Blatt jubeln oder beim Bieten feuchte Hände bekommen. Bei einem Homegame ist das jedoch ganz anders. Dort sitzen die Gegner am Tisch und verfolgen jede Reaktion. Doch ist es möglich, seine Gefühle perfekt zu verbergen? Lassen sich die eigenen Absichten, wie in diesem Fall beim Pokern, so verschleiern, dass niemand sie erkennt?

Nein, sagen die Wissenschaftler, denn jeder Mensch benutzt bewusst oder unbewusst bestimmte Mimiken zur Kommunikation. Besonders in diesem Bereich zeigen Menschen kurze Signale, die etwas über ihr Innenleben verraten. Der Gemütszustand Ärger produziert spontane Signale, die nur für kurze Zeiträume auftreten und für das ungeschulte Auge oft gar nicht sichtbar sind.

Auch Pokerspieler sind dagegen nicht gefeit, deshalb versuchen viele mit Baseball-Kappen, Sonnenbrillen etc. davon abzulenken. Diese beim Poker Tells genannten Signale können Profispieler erkennen und richtig deuten. Das ist nicht ganz einfach, diese Signale zu kennen ist aber der erste Schritt, sie im eigenen Spiel so wenig wie möglich zu zeigen.

Tipp 1: Verräterische Zeichen vermeiden

Es gibt Poker Spieler, die fangen an flach zu atmen, zappeln mit den Beinen oder beißen sich auf die Lippe, wenn sie ein gutes Blatt haben. Das sind verräterische Zeichen, die Sie in jedem Fall vermeiden sollten. Auch übertriebene Seufzer, traurige Blicke oder andere demonstrative Zeichen von Schwäche ist für den erfahrenen Spieler das Signal, dass Sie ein gutes Blatt auf der Hand haben. Wenn Sie bluffen, halten Sie nicht unbewusst den Atem an. Das machen nur unerfahrene Spieler. Auch wenn Sie schlecht lügen können, weichen Sie dem Blick der anderen nicht aus, sonst sind Sie schnell als Bluffer entlarvt. Achten Sie auf eine feste und gerade Sitzposition. Viele Spieler mit einer starken Starthand blicken oft unbewusst kurz auf den eigenen Stack, um die Größe zu überprüfen. Eine schnelle Wette kann auch ein Zeichen der eigenen Schwäche sein.

Tipp 2: Auf die Hände achten

Halten Sie die Hand nicht vor den Mund, denn das bedeutet, dass Sie etwas zu verbergen haben und ihre Emotionen nicht preisgeben möchten. Versuchen Sie zu vermeiden, dass bei einem guten Blatt ihre Hände zittern. Es gibt auch Spieler, die unbewusst Chips auf Ihre Karten legen. Vermeiden Sie außerdem nach dem Flop einen Blick auf die eigenen Karten zu werfen. Spieler mit einem schwachen Blatt neigen dazu, sich selbst zu berühren. Eine kurze Berührung der Nase, das Entfernen einer Haarsträhne oder das Verdrehen einer Fingers geben anderen Spielern Hinweise über die Schwäche des eigenen Blatts.

Tipp 3: Halten Sie den Mund

Viele Menschen fangen an zu plappern, wenn sie nervös sind oder sprechen schneller als gewöhnlich. Vermeiden Sie jegliche Kommentare zu den Karten, zur Höhe des Pots oder zu anderen Spieler. Reden am Pokertisch ist nicht unproblematisch auf diese Weise verraten besonders Neulinge viel über ihre Spielweise und ihr Blatt. Gute Spieler nutzen das aus und stellen ihrem Gegenüber Fragen über die Stärke ihrer Hand. Werden Sie in einem Spiel angesprochen, antworten Sie entweder gar nicht oder nur kurz und knapp.

Tipp 4: Die Augen lügen nicht

Die Augen werden oft als Spiegel der Seele bezeichnet. Man muss das nicht so pathetisch sehen, aber tatsächlich verraten unsere Augen viel über unsere Absichten. Kein Wunder, dass einige Pokerspieler die Augen durch Sonnenbrille oder Kappe zu verdecken versuchen. An vielen Pokertischen sind diese Utensilien deshalb verboten. Selbst gestandenen Pokerspielern fällt es schwer, die Augen unter Kontrollen zu halten. Besonders beim Bluffen werden die Augen oft sehr unruhig. Rasch wechselnde Blicke, erweiterte Pupillen oder ständiges Wegschauen oder Blinzeln sind typische Zeichen für Bluffs.

Tipps 5: Immer die gleichen Abläufe verwenden

Um zu verhindern, dass Sie anderen Spielern bei einem Homegame etwas über Ihr Blatt verraten, kann man sein Spiel standardisieren. Das bedeutet: Immer die gleiche Körperhaltung, immer die gleichen Bewegungsabläufe, immer den gleichen Umgang mit denChips und immer den gleichen Wetteinsatz. Das ist nicht so ganz einfach, aber man kann es lernen. Es ist nicht so wichtig, was Sie machen, Hauptsache das Verhalten ist immer gleich. Es gibt Pokerprofis, die mit diesem Roboter-Konzept sehr weit kommen.

Beim Pokern kann jedes Verhalten jede Gewohnheit oder physische Reaktion Rückschlüsse auf die Stärke Ihres Blattes zulassen. Vermeiden Sie, dass Ihre Gegner bei einem Homegame ihren Nutzen daraus ziehen. Wenn es Ihnen gelingt Mimik und Sprache unter Kontrolle zu halten, lässt das keine Rückschlüsse auf die Stärke Ihres Blattes zu. Verwenden Sie die Tells der anderen um Informationen über Ihre Gegner zu sammeln. Wenn Sie in der Lage sind, die Tells richtig zu deuten und die richtigen Entscheidungen zu treffen, können Sie beim Pokern sehr erfolgreich sein.

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