Alarmanlagen für die Mietwohnung – Ist das eine gute Idee?

Die Zahlen für Wohnungseinbrüche steigen dramatisch an. Immer mehr sind dabei nicht nur freistehende Einfamilienhäuser und Villen betroffen, sondern auch ganz normale Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die Polizei kann diese Wohnungseinbrüche in den meisten Fällen weder verhindern noch aufklären. Viele Wohnungsmieter überlegen sich jetzt, ob sie ihre Mietwohnungen nicht mit einer Alarmanlage schützen sollen. Aber ist das überhaupt sinnvoll und welche Dinge müssen beim Einbau und der Auswahl einer solchen Schutzmaßnahme beachtet werden, wenn man Mieter ist?

Alarmanlage allein ist kein umfassender Schutz

Zunächst muss man wissen, dass eine akustische Warnfunktion noch keinen sichern Schutz vor Einbruch bieten kann. Der Mieter ist in dem Fall darauf angewiesen, dass entweder der Einbrecher so massiv von seinem Einbruchsversuch ablässt, dass es nicht zu einem erfolgreichen Einbruch in die Wohnung kommt. Oder der schrille Alarmton alarmiert die Nachbarn, die wiederum die Polizei verständigen können.

Ansonsten macht eine solche Einbruchsmeldeanlage besonders Sinn, wenn sie mit effektiven mechanischen Sicherungssystemen kombiniert wird. Diese mechanischen Sicherungen können bereits mit einem einfachen Querriegelschloss oder einem Sperrbügel durchaus effizient Schutz vor Einbruch bieten. Diese baulichen Veränderungen sind auch nicht so gravierend, dass sie ohne Zustimmung des Vermieters durchgeführt werden können bzw. ihnen der Vermieter zustimmen muss. Grundsätzlich dürfen Mieter natürlich keine grundlegenden baulichen Veränderungen ohne Zustimmung des Vermieters an der Mietsache (Wohnung) vornehmen.

Somit dürfte es keine Probleme mit dem Einbau einer akustischen Einbruchswarnanlage geben, wenn diese nur im Inneren der Mietwohnung eingebaut wird und auch wider leicht zu entfernen ist, also die Substanz der Wohnung nicht verändert. Anders sieht es natürlich aus, wenn außerhalb der Wohnung bauliche Veränderungen durch Schutzmaßnahmen vorgenommen werden. Der Vermieter muss hier sein Einverständnis geben und sich nicht an den Kosten beteiligen.

Laut Mietvertrags muss der Vermieter nur dafür sorgen, dass die Wohnung und die Fenster verschließbar sind. Er muss aber zum Beispiel vom Gesetz her keine einbruchssicheren Fenster zahlen. Diese wären durch den Mieter zu zahlen, wenn er die Zustimmung des Vermieters erhält. Allerdings werden sich einige Vermieter evtl. an den Kosten beteiligen.

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