Ein ganz anderer Tipp: Was bedeutet eigentlich Chiptuning

tippcorner-ChiptuningZu den einfachsten und professionellsten Methoden der Leistungssteigerung eines PKWs gehört heute das so genannte Chiptuning.

Ohne mechanische Eingriffe in den Motor lassen sich mit leichten Änderungen in der Steuersoftware des Motors Leistungssteigerungen von bis zu 30 Prozent und bei fachmännischer Einrichtung sogar der Verbrauch des Autos senken.

Funktionsweise

Moderne Motoren werden heute nicht mehr mechanisch gesteuert, sondern die Steuerung erfolgt über ein elektronisches Steuergerät. In diesem werden unzählige Werte von Sensoren im Fahrzeug gesammelt und ausgewertet. Dazu zählen etwa Geschwindigkeit, Drehzahl, Einspritzmenge, Temperaturen, Luftdichte und mehr.

Um Fahrzeuge weltweit vermarkten zu können, ist die Software jedoch so programmiert, dass alle Eventualitäten mit abgedeckt sind. Dies kann auch Situationen betreffen, die in Deutschland niemals auftreten können, wie z. B. Wetterbedingungen in Alaska oder der Sahara. Des Weiteren werden Motoren meist in Großserien hergestellt und weisen daher gewisse Fertigungstoleranzen auf. Damit diese Toleranzen nicht zu Leistungsschwankungen innerhalb der Modellreihen führen, werden in die Steuersoftware Grenzwerte einprogrammiert.

Der Motor ist zwar in der Lage deutlich mehr zu leisten, wird aber elektronisch daran gehindert. Genau hier greift das Chiptuning ein. Mit diesem ist es möglich, die Leistung des Motors anzupassen und die ungenutzten Ressourcen dem Fahrer zur Verfügung zu stellen.

Methoden des Chiptunings

Es werden generell zwei unterschiedliche Verfahren unterschieden. Zum Einen gibt es die ODB-Methode. Bei dieser werden im originalen Steuergerät die jeweiligen Parameter per Software am PC direkt verändert und wieder zurück in das Steuergerät geschrieben.

Dies hat zwar den Vorteil, dass beispielsweise die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben werden kann, führt aber auch oft bei unsachgemäßer Ausführung zu einem Totalschaden. Daher entscheiden sich viele Kunden für ein zusätzliches Steuergerät, wie z. B. einen RaceChip. Diese sind ab Werk schon perfekt auf das jeweilige PKW-Modell angepasst und einfach einzubauen. Die Funktionsweise eines RaceChip ist dabei relativ simpel.

Das Zusatzgerät fasst die Sensordaten des Autos mehrere tausendmal pro Sekunde ab und optimiert in Echtzeit die Motorsteuerung. So kann der Kunde seine Leistung verbessern und nebenbei noch von einem gesenkten Spritverbrauch profitieren.

Bild von fox-orian via flickr.com

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