Ist Forex-Trading auch im privaten Bereich sinnvoll?

Erinnern Sie sich noch an die Diskussion, dass Euro und US-Dollar beinahe eine Parität von 1:1 haben würden. Und nunmehr der Dollar enorm gefallen ist und in einer Bandbreite zwischen 1,15 US-Dollar bis 1,18 US-Dollar pro Euro notiert?

Anlegerinnen und Anleger, die diese Währungsentwicklung richtig eingeschätzt haben, konnten einen korrespondierenden Wertzuwachs erzielen. Das Handeln mit Fremdwährungen – auch Forex-Trading genannt – kann deshalb im privaten Bereich durchaus sinnvoll sein.

Wirtschaftliche Kennzahlen, ein bisschen Intuition und auch Geduld bis eine Strategie aufgeht: Diese Ratgeber können ein Erfolgsrezept sein.

Privatanleger können mit langfristigen Entwicklungen Geld verdienen

Mit etwas Interesse für die internationalen Märkte und die Entwicklung der einzelnen Volkswirtschaften kann der langfristige Handel mit Währungen Rendite und Wertzuwachs auch für den Privatanleger bieten. Als Anleger sollten Sie eine Art „Adlerauge“ dafür entwickeln, welche Faktoren für die Wertentwicklung der Fremd- und Heimatwährungen in der nächsten Zukunft entscheidend sein könnten.

Geld verdienen im Finanzbereich kann bezogen auf den Forex- bzw. Währungshandel das Folgende bedeuten:

  • Aufbauen von Positionen bzw. Beständen in Währungen, die wahrscheinlich steigen werden
  • Darüber hinaus lässt sich Wertzuwachs dadurch erzielen, dass Anlageinstrumente gewählt werden, die bei einem sinkenden Fremdwährungskurs Erträge generieren. Wie „Short-Positionen“ oder der Verkauf von CFD auf eine Fremdwährung.

Dabei ist allerdings die Wahl des Handelspartners bzw. der Bank von herausragender Bedeutung. Leider fokussiert sich das Filialbanksystem eher auf die Standardprodukte. Deshalb könnten Sie sich als Privatanleger an Direktbroker wenden, die jeweils ein ganz unterschiedliches Angebot haben. Dies können sowohl die Klassiker der Fremdwährungsanlage (wie verzinste Fremdwährungskonten) sein oder aber auch Währungsinstrumente (wie sie beispielsweise CMC Markets anbietet).

Unterschiedliche Strategien für die Niedrigzins- und Normalzinsphase

Leider wurde die Zinslandschaft durch die Zinssenkungen der EZB nachhaltig verändert. Geld verdienen im Finanzbereich in der Normalzinsphase bedeutete die Auswahl einer Fremdwährung, deren Zinsdifferenz zur Heimatwährung abzüglich der geschätzten Währungsveränderung ein Plus gegenüber den inländischen Anlagen ergab. Da die meisten Fremdwährungskonten inzwischen aber bei beinahe oder exakt 0 % notieren, verändert sich die Auswahl der zur Verfügung stehenden sinnvollen Anlagealternativen.

Privatanleger können beispielsweise auf CFDs setzen (die Anrechte auf die Währungsveränderungen darstellen) oder bei Ausfüllen der Unterlagen für die Termingeschäftsfähigkeit auch mit Währungsoptionen handeln.

Wertsteigerungschancen nutzen – ohne zu viel an Risiko einzugehen

Beim Eröffnen von Fremdwährungspositionen stehen Privatanlegern bei modernen Brokern und Finanzdienstleistern exakt die gleichen Werkzeuge und Instrumente zur Verfügung, wie sie beim Handeln mit größeren Positionen auch genutzt werden. Charts und Informationen über die Fundamentaldaten können Sie ebenso für Ihre Meinungsbildung nutzen wie auch Wirtschaftsnachrichten oder Zeitungsmeldungen.

Nutzen Sie dabei auch die modernen Orderarten bzw. Risikobegrenzungsmechanismen, die sich schon jahrelang bewährt haben: Neben Limits für den maximalen Kaufkurs oder Mindestverkaufskurs gibt es Auftragsarten, die die Marktentwicklungen fast schon automatisiert beobachten: Stop Loss Orders verkaufen beim Unterschreiten einer von Ihnen festgelegten prozentualen oder absoluten Grenze.

Falls der Trend also mal gegen Ihre Position laufen sollte, so können Sie die Position mit kleinem Verlust schließen und das Geld dann in eine andere, neue Geldanlage-Idee investieren. Zudem werden die Online oder bei manchen Anbietern auch telefonisch aufgegebenen Orders praktisch in Echtzeit weitergeleitet, so dass Sie aktuelle Trends und Entwicklungen jederzeit aufnehmen können.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Erträge aus Fremdwährungshandel auch für Privatanleger eine interessante Zusatzrendite liefern können.

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